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Die Technik der Lastenförderung einst und jetzt Eine Studie über die Entwicklung der Hebemaschinen und ihren Einfluß auf Wirtschaftsleben und Kulturgeschichte

Die Technik der Lastenförderung einst und jetzt
Eine Studie über die Entwicklung der Hebemaschinen und ihren Einfluß auf Wirtschaftsleben und Kulturgeschichte
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Title: Die Technik der Lastenförderung einst und jetzt Eine Studie über die Entwicklung der Hebemaschinen und ihren Einfluß auf Wirtschaftsleben und Kulturgeschichte
Release Date: 2018-08-04
Type book: Text
Copyright Status: Public domain in the USA.
Date added: 27 March 2019
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Die Technik
der Lastenförderung
einst und jetzt

Eine Studie

über die

Entwicklung der Hebemaschinen und ihren Einflußauf Wirtschaftsleben und Kulturgeschichte

von

Kammerer-Charlottenburg

Mit Schmuck von O. Blümel-München

München und Berlin

Druck und Verlag von R. Oldenbourg
1907

GEWIDMET DEM

DEUTSCHEN MUSEUM

VON MEISTERWERKEN DER NATURWISSENSCHAFT

UND TECHNIK

IN MÜNCHEN

CHARLOTTENBURG
IM DEZEMBER 1906


[S. v]

Entstehung der Studie.

Dem Steuermann eines Schiffes gleich muß der Ingenieur, der inmittendes rastlos pulsenden Getriebes der modernen Welt steht, seine Augenunablässig auf das gerichtet halten, was vor ihm liegt. Was überwundenhinter ihm bleibt, entschwindet auch bald aus seiner Erinnerung.

Das unablässige Vorausschauen, zu welchem die stürmische Entwickelungder Ingenieurkunst zwingt, hat es mit sich gebracht, daß die Ingenieureder klangvollen Geschichte ihres eigenen Berufes bis jetzt nur wenigAufmerksamkeit geschenkt haben, daß sie dem Gedächtnis ihrer Pionierenicht immer die verdiente Ehre gewidmet und die Pietät gegen derenErstlingsschöpfungen nicht allezeit gewahrt haben. Darum ist es auchgekommen, daß um so weniger andere Berufe die kulturgeschichtlicheBedeutung der Ingenieure und ihrer Kunst gewürdigt haben: Keingeschichtliches Werk verzeichnet den Einfluß ihrer Arbeit auf dieEntwicklung der Menschheit, und eine Gedenktafel für einen ihrerFührer ist eine seltene Erscheinung in Deutschland, das sonst so vielhistorischen Sinn zur Schau trägt.

Als ein erfreulicher Wandel ist das Geschenk zu begrüßen, welches dasbeginnende Jahrhundert den deutschen Ingenieuren gebracht hat: dieGründung eines Museums, das ihrer Kunst und ihrer Geschichte gewidmetist, und zwar an einer Stätte, die nicht ein Mittelpunkt der Industriesondern durch die Pflege der Kunst und durch künstlerische Traditionals ein Kulturmittelpunkt Deutschlands mit Fug und Recht gilt.

[S. vi]

Die Entwicklung der Technik bietet — auch in früherer Zeit bereits— eine solche Fülle von fesselnden Bildern, daß der Aufbau diesesMuseums als eine dankbare Aufgabe erscheint; freilich ist der Stoff sozerstreut, daß die Sammlung und Ordnung die Mitarbeit vieler notwendigmacht. Eine treffliche Grundlage hierfür bieten die wenigen Werke überdie Geschichte der Technik, die bisher entstanden sind: die »Geschichtedes Eisens« von Ludwig Beck, die »Ingenieurtechnik des Altertums« vonMerkel, die »Lebendigen Kräfte« und andere Arbeiten von Max Eyth unddie »Geschichte der Dampfmaschine« von Matschoß.

Für die Gruppe »Hebemaschinen« haben die »Beiträge zur Geschichtedes Maschinenbaues« von Theodor Beck für die Zeit vor dem Jahre1500 wertvollen Stoff geliefert, während für die spätere Zeitsehr zerstreutes Material aus einer großen Zahl von alten Werkenzusammengetragen werden mußte.

Es lag nun der Gedanke nahe, die Ergebnisse dieser historischenStudien nicht nur in einem Bericht für das Museum von Meisterwerkenzusammenzustellen, sondern sie gleichzeitig den Fachgenossenzugänglich zu machen, die der Geschichte ihrer Kunst einige Neigungentgegenbringen.

Es braucht kaum gesagt zu werden, daß die vorliegende Studie keinenabschließenden Bericht, sondern nur einen ersten Anfang mit vielenLücken vorstellen kann.

Den Persönlichkeiten und Werken, die diese Studie durch freundlicheZusendung von Mitteilungen und Photogrammen unterstützt haben, sei auchan dieser Stelle bestens gedankt, ebenso dem Künstler, der den Schmuckdes Buches entworfen hat.

Besonderer Dank aber sei dem Verleger ausgesprochen, auf dessenAnregung die Veröffentlichung zurückzuführen ist, und der weder Mühenoch Kosten gescheut hat, um die Studie in einer des Deutschen Museumswürdigen Gestalt erscheinen zu lassen.

Charlottenburg 1906.

Der Verfasser.

[S. vii]

Inhaltsverzeichnis.

 
 
Seite
 
Entstehung der Studie
V
I. 
Überblick über die Geschichte der Hebemaschinen
1
II. 
Die Hebemaschinen der Antike und des Mittelalters
7
 
1. Vorzeit
9
 
2. Antike
11
 
3. Mittelalter
14
 
4. Renaissance
17
III. 
Die Hebemaschinen der Neuzeit
25
 
A. Die Lastenförderung im Bergbau
27
 
1. 1500–1820: Antrieb durch Göpel und Wasserrad
27
 
2. 1820–1900: Antrieb durch Dampfkraft
35
 
3. Von 1900 an: Antrieb durch elektrischen Strom
49
 
B. Die Hebemaschinen im Hüttenwerk
69
 
a) Die Hebemaschinen des Hochofens
70
 
1. 1803–1900: Antrieb durch Druckluft und Dampf
71
 
2. Von 1900 an: Elektrischer Betrieb
72
 
b) Die Hebemaschinen des Stahlwerks
74
 
1. 1840–1900: Antrieb durch Druckwasser
77
 
2. Von 1900 an: Elektrischer Betrieb
83
 
c) Die Hebemaschinen des Walzwerks
89
 
Von 1900 an: Elektrischer Antrieb
91
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