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Griechischer Frühling

Griechischer Frühling
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Title: Griechischer Frühling
Release Date: 2018-09-18
Type book: Text
Copyright Status: Public domain in the USA.
Date added: 27 March 2019
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ALLE RECHTE, INSBESONDERE DAS DER
BERSETZUNG, VORBEHALTEN.

ERSTE BIS VIERTE AUFLAGE.

100 EXEMPL. SIND AUF HANDGESCHPFTEMBTTENPAPIER ABGEZOGEN, NUMERIERT UNDIN GANZPERGAMENT GEBUNDEN; PREIS 15 M.FR DAS EXEMPLAR.

Wagenlenker aus Delphi
(Nach einem Gipsabguss des Bronce-Originals)

GERHART HAUPTMANN

GRIECHISCHER
FRHLING

1908
S. FISCHER / VERLAG / BERLIN

HARRY GRAFEN KESSLERGEWIDMET

Ich befinde mich auf einem Lloyddampferim Hafen von Triest. Zur Not habenwir in Kabinen zweiter Klasse nochPlatz gefunden. Es ist ziemlich ungemtlich.Allmhlich lt jedoch das Laufen,Schreien und Rennen der Gepcktrgernach und das Arbeiten der Krane. Manbeginnt, sich zu Hause zu fhlen, fngtan sich einzurichten, seine Behaglichkeit zusuchen.

Eine Spiebrgerfamilie hat auf denblichen Klappsthlen Platz genommen.Mehrmals ertnt aus ihrer Mitte das Wort„Phakenland“. Erfllt von einer groenErwartung, wie ich bin, erzeugt mir Klangund Ausdruck des Wortes in diesem Kreiseeine starke Ernchterung. Wir schreibenden 26. Mrz. Das Wetter ist gut: warmeLuft, leichtes Gewlk am Himmel.

Ich nahm heute morgen im Hotel hintereiner sehr groen Fensterscheibe mein Frhstckein, als, mit einem grnen Zweigleinim Schnabel, drauen eine Taube aus demMastenwalde des Hafens heran und nachoben, von links nach rechts, vorbeiflog.Dieses guten Vorzeichens mich erinnernd,fhle ich Zuversicht.

Wir entfernen uns nach einem seltsamenManver der „Salzburg“ von Triest. DieGegenden sind ausgebrannt. Alle Frbungender Asche treten hervor. Der Karst erscheintwie mit leichtem Schnee bedeckt.Viele gelbe und orangefarbene Segel ziehenber das Meeresblau. Die Maler sind entzcktund beschlieen, zu lngerem Aufenthaltgelegentlich zurckzukehren.

Es ist jetzt fnf Uhr. Seit etwa zweiStunden sind wir unterwegs. Beinweizieht die nahe Strandlinie an uns vorber.Wir haben zur linken das flache dalmatinischeLand, ausgetrocknet, weit gedehnt,in braunrtlichen Frbungen. Beinwei, wievon ausgebleichten Knochen errichtet, zeigensich hie und da Stdte und Ortschaften,zuweilen bedecken sie sanftgewlbte, braungrneHgel oder liegen auf dem braungrnenTeppich der Ebene. Mit scharfemAuge erkennt man fern weie Spitzen desVelebitgebirges.

Allmhlich werden diese Bergspitzenhher und der ganze Bergzug tritt deutlichhervor. Er ist schneebedeckt. DenBlick hinter mich wendend, bemerke ich:die Sonne steht noch kaum ber demWasserspiegel, ist im Untergang. Der Mitreisendenbemchtigt sich jene Erregung,in die sie immer geraten, wenn die Stundeherannaht, wo sie die Natur zu bewundernverpflichtet sind. Bemhen wir uns, wahrhaftigzu sein! Der groartige, kosmischeVorgang hat wohl die Seelen der Menschenvon je mit Schauern erfllt, lange bevordas malerische Naturgenieen zur Modegeworden ist, und ich nehme an, da selbstder naturfremde Durchschnittsmensch unsererZeit, und besonders auf See, nochimmer im Anblick des Sonnenuntergangesauf ehrliche Weise wortlos ergriffen ist.Freilich hat sein Gefhl an ursprnglicher,aberglubischer Kraft bis auf schwchlicheReste eingebt.

Nach durchaus ruhiger Nacht setzt heutgegen fnf Uhr Vormittag Wind ausnordstlicher Richtung ein. Ich merke, nochin der Kabine, bereits das leichte Stampfenund Rollen des Schiffes. Als erster vonallen Passagieren bin ich an Deck. Eingrauer Dunst berzieht den Morgenhimmel.Das Meer ist nicht mehr lautlos: es rauscht.Schon berschlagen sich einzelne Wogenund bilden Kmme von weiem Gischt. ImSdosten beobachte ich eine dstere Wolkenbankund Wetterleuchten.

Die „Salzburg“ ist ein kleines, nicht geradesehr komfortables Schiff. Die Matrosensind eben dabei, das Deck zu reinigen. Siespritzen aus einer „Schlauchspritze“ Wassermassendarber hin, so da ich fortwhrendflchten mu und auch so jeden Augenblickin Gefahr bleibe, durchnt zu werden.Es ist kein Tee zu bekommen, trotzdemich, wrmebedrftig wie ich bin, mehrmalsdarum ersuche. Die Einrichtungenhier halten einen Vergleich mit dem norddeutschenLloyd nicht aus.

„O, Tee, in eine Minute fertig“, wiederholtder Steward eben wieder, nachdemetwa anderthalb Stunden Wartens vorbersind.

Jetzt 7 Uhr; volle Sonne und Seegang.Unter anderen Wohltaten einer Seereiseist auch die anzumerken, da man whrendder Fahrt die ruhige und gesicherte Schnheitder groen Weltinseln wiederum tieferwrdigen lernt. Das Streben des Seefahrersgeht auf Land. Statt vieler auseinanderliegenderZiele bemchtigt sichseine Sehnsucht nur dieses einen, wie wenigenotwendig. Daher noch im Reichedes Idealen glckselige Inseln auftauchenund als letzte glckselige Ziele genanntwerden.

Allerlei Vorgnge der Odyssee, die ichwieder gelesen habe, beschftigen meinePhantasie. Der schlaue Lgner, der selbstPallas Athene belgt, gibt manches zudenken. Welche Partien des Werkes sind,auer den eingestandenermaen erlogenen,wohl noch als erfunden zu betrachten, vomGenius des erfindungsreichen Odysseus?Etwa die ganze Kette von Abenteuern,deren unsterbliche Schnheit unzerstrbarbesteht? Es kommen zweifellos Stellen vor,die unerlaubt aufschneiden; so diejenige,wo die Charybdis das Wrack des Odysseuseinsaugt, whrend er sich in das Gezweigeeines Feigenbaumes gerettet hat, und wodas selbe Wrack von ihm durch einenSprung wieder erreicht wird, als es die Seean die Oberflche zurckgibt.

Die Windstrke hat zugenommen. Hieund da kommt ein Sprhregen ber Deck.Regenbogenfarbene Schleier lsen sich vonden Wellenkmmen. Rechts in der Fernehaben wir italienisches Festland. Ein kleines,scheinbar flaches Inselchen gibt Gelegenheit,das Spiel der Brandung zu beobachten.Zuweilen ist es, als shen wirden Dampf einer pfeilschnell lngs derKlippen hinlaufenden Lokomotive. WeieRaketen schieen berall auf, mitunter inso gewaltigem Wurf, da sie, weien Trmenvergleichbar, einen Augenblick langstillstehen, bevor sie zusammenstrzen.

Ich lasse mir sagen, da es sich hiernicht, wie Augenschein glauben macht, umeine Insel, sondern um eine Gruppe handelt:die Tremiti. Der freundliche SchiffsarztMoser fhrt mich ins Kartenhaus undweist mir den Punkt auf der Schiffskarte.Auf den Tremiti halten die Italiener gewisseGefangene, die im Inselbezirk bedingteFreiheit genieen.

Ein Dampfer geht zwischen uns und derKste gleichen Kurs.

Allmhlich sind wir dem Lande nhergekommen, bei schwcherem Wind undstrkerer Dnung. Das Wasser, wie immerin der Nhe von Ksten, zeigt hellgrneFrbungen. Es gibt schwerlich eine reizvollereArt Landschaft zu genieen, alsvon der See aus, vom Verdeck einesSchiffes. Die Ksten, so gesehen, versprechen,was sie nie halten knnen. DieSeele des Schauenden ist so gestimmt, dasie die Lndereien der Uferstrecken fastalle in einer phantastischen Steigerung,paradiesisch sieht.

Vieste, Stadt und malerisches Kastell,tauchen auf und werden dem Auge deutlich.Die Stadt zieht sich herunter umeine Bucht. Den Hintergrund bilden Hhenzge,die ins Meer enden: zum Teil bewaldet,zum Teil mit Feldern bedeckt.Durch das Fernglas des Kapitns erkenneich vereinzelt gestellte Bume, die ich frOliven halte. Eine starke, alte Befestigungsmauerist vom Kastell aus um die Buchtheruntergefhrt. Es ist eigentmlich, wiemrchenhaft der Anblick des Ganzen anmutet.Man erinnert sich etwa alter Miniaturenin Bilderhandschriften: Histoire desbatailles de Jude, Tesede oder an hnliches,man denkt an Schiffe von phantastischerForm im Hafen der Stadt, anMauren, Ritter und Kreuzfahrer in ihrenGassen.

Jene, nicht allzuferne, uns Heutigen dochschon vllig fremde Zeit, wo der Orientin die abendlndische Welt, wie eine bunteWelle, hineinschlug, jene unwiederbringlicheEpoche, vielfltig ausschweifender, abenteuerlicherPhantastik — so ist man versuchtzu denken — msse in einer demGegenwartsblick so gespenstischen Stadtnoch voll in Blte stehen. Wetterwolkensammeln sich ber dem hochgelegenenKastell. Die See wogt wie dunkles Silber.Der Wind weht empfindlich kalt.

Homer in der Odyssee lt den Charakterdes Erderschtterers Poseidon durchausnicht liebenswrdig erscheinen. Er ist esauch nicht. Er ist unzuverlssig; er hatunberechenbare Tcken. Ich empfinde dieSeekrankheit, an der viele Damen undeinige Herren leiden, als einen hmischenRacheakt. Der Gott bt Rache. In einerZeit, wo er, verglichen mit ehemals, sichin seiner Macht auf eine ungeahnte Weisebeschrnkt und zur Duldung verurteilt sieht,rcht er sich auf die niedertrchtigste Art.Ich stelle mir vor, er schickt einen aalartig-langenWurm aus der Tiefe herauf, mitdem Kopf zuerst durch den Mund in denMagen des Seefahrers; aber so, da derKopf in den Magen gelangt, dort eingeschlossen,der Schwanz mittlerweile ruhigim Wasser hngen bleibt. Der Seefahrerfhlt diesen Wurm, den niemand sieht.Obgleich er ihn aber nicht sieht, so weier doch, da er grn und schleimig ist,und endlos lang in die See hinunterhngt,und mit dem Kopfe im Magen festsitzt.Die schwierige Aufgabe bleibt nun die: denWurm, der sich nicht verschlucken undauch nicht ausspucken lt, aus dem Innernherauszubekommen.

Seltsam ist, da Homer diesen gttlichenKniff Poseidons unbeschrieben lt, zumaler doch sonst im Grlichen keine Grenzenkennt und — von den vielerlei Todesarten,die er zur Darstellung bringt, abgesehen —einen verwandten Zustand, der dem ZyklopenPolyphem zustt, so schildert:

„... dem Rachen entstrzten mit Weine

Stcke von Menschenfleisch, die der schnarchende Trunkenbold ausbrach.“

Eine Gesellschaft von Tmmlern zeigtsich hie und da augenblicksschnell bermWasser in der Nhe des Dampfers. DerTmmler, vom Seemann als Schweinfischbezeichnet, ist ein Delphin, der im Mittelmeerwohl fast bei jeder Tagesfahrt gesichtetwird. Er ist ein ausgezeichneter Schwimmerund sehr gefrig.

Wir verlieren die italienische Kste wiedermehr und mehr aus den Augen. DerNachmittag schreitet fort durch monotoneStunden, wie sie bei keiner Seereise ganzfehlen. Regenben gehen zuweilen berDeck. Ich finde einen bequemen Sitzplatz,einigermaen geschtzt vor dem Winde.Ich schliee die Augen. Ich versinke gleichsamin die Gerusche des Meeres. DasRauschen umgibt mich. Das groe, dasmachtvolle Rauschen, berall her eindringend,unwiderstehlich, erfllt meineSeele, scheint meine Seele selbst zusein.

Ich gedenke frherer Seefahrten; daruntersind solche, die ich mit beklommener Seelehabe machen mssen. Viele Einzelheitenstehen vor meinem innern Gesicht. Ichvergleiche damit meinen heutigen Zustand.Damals warf der groe Ozean unser stattlichesSchiff dreizehn Tage lang. DieSeeleute machten ernste Gesichter. Wasich selber fr ein Gesicht gemacht habe,wei ich nicht; denn was mich betrifft: icherlebte damals strmische Wochen auf zweiMeeren, und ich wute genau, da, wennwir mit unserem bremensischen Dampferauch wirklich den Hafen erreichen sollten,dies fr mein eigenes, gebrechliches Fahrzeugdurchaus nicht der Hafen sei.

Ich erwge pltzlich mit einem gelindenEntsetzen, da ich mich nun doch nochauf einer Reise nach jenem Lande befinde,in das es mich schon mit achtzehn Jahrenhyperion-sehnschtig zog. Zu jener Zeiterzwang ich mir einen Aufbruch dahin,aber die Wunder der italienischen Halbinselverhinderten mich, mein Ziel zu erreichen.Nun habe ich, das Versumtenachzuholen: in 26 Jahren zuweilen gehofft,zuweilen nicht mehr gehofft, zuweilengewnscht, zuweilen auch nicht mehr gewnscht;einmal die Reise geplant, begonnenund liegen gelassen. Und ich gestehemir ein, da ich eigentlich niemalsan die Mglichkeit ernstlich geglaubt habe,das Land der Griechen mit Augen zusehen. Noch jetzt, indem ich diese Notizenmache, bin ich mitrauisch!

Ich kenne brigens keine Fahrt, dieetwas gleich Unwahrscheinliches an sichhtte. Ist doch Griechenland eine Provinzjedes europischen Geistes geworden; undzwar ist es noch immer die Hauptprovinz.Mit Dampfschiffen oder auf Eisenbahnenhinreisen zu wollen, erscheint fast so unsinnig,als etwa in den Himmel eigenerPhantasie mit einer wirklichen Leiter steigenzu wollen.

Es ist sechs Uhr und die Sonne ebenim Untergehen. Der Schiffsarzt erzhltmancherlei und kommt auf die Sage vomgrnen Strahl. Der grne Strahl, dengesehen zu haben Schiffsleute mitunter behaupten,erscheint in dem Augenblick, ehedie Abendsonne ganz unter die Wasserlinietritt. Ich wei nicht, welche Fllertselhaften Naturempfindens diese schneVorstellung in mir auslst. Die Alten, erklrtuns ein kleiner Herr, mten dengrnen Strahl gekannt haben; der Namedes gyptischen Sonnengottes bedeute ursprnglich:grn. Ich wei nicht, ob essich so verhlt, aber ich fhle in mir eineSehnsucht, den grnen Strahl zu erblicken.Ich knnte mir einen reinen Toren vorstellen,dessen Leben darin bestnde, berLnder und Meere nach ihm zu suchen,um endlich am Glanz dieses fremden, herrlichenLichtes unterzugehen. Befinden wiruns vielleicht auf einer hnlichen Pilgerfahrt?Sind wir nicht etwa Menschen, diedas Bereich ihrer Sinne erschpft haben,nach andersartigen Reizen fr Sinne undbersinne drsten?

Jedenfalls ist der kleine Herr, durch denwir ber den grnen Strahl belehrt wurden,ein seltsamer Pilgersmann. Das putzigeMnnchen reist in Schlafschuhen. Seinganzes Betragen und Wesen erregt zugleichBefremden und Sympathie. Wohlber die fnfzig hinaus an Jahren, mitbrtigem Kopf, rundlicher Leibesflle undkurzen Beinchen, bewegt er sich in seinenSchlafschuhen mit einer bewunderungswrdigen,stillvergngten Gelenkigkeit. Ichhabe ihn auf der Regenplane, von derdie verschlossene ffnung des Schiffsraumsberzogen ist, in wahrhaft akrobatischenStellungen bequem seine Reisebeobachtungenanstellen sehen. Zum Beispiel: er sawie ein Trke da; indessen die Gleichgltigkeit,mit der er die unwahrscheinlichsteLage seiner Beinchen behandelte,htte Theodor Amadeus Hoffmann stutziggemacht. brigens trug er Wadenstrmpfeund Kniehosen, Lodenmantel und einenkleinen, verwegenen Tirolerhut. Mituntermachte er mitten am Tage astronomischeStudien, wobei er, das Zeiglas gegen denHimmel gerichtet, die Kniee in unbeschreiblicherWeise voneinander entfernt, die Fusohlenglatt aneinander gelegt, auf demRcken lag.

Wir gleiten nun schon geraume Weileunter den Sternen des Nachthimmels.Ein Schlag der Glocke, die vorn auf demSchiff angebracht ist, bedeutet Feuer rechts.Der Leuchtturm von Brindisi ist gesichtet.Nach und nach treten drei Blinkfeuer vonder Kste her abwechselnd in Wirkung.Drei neue Glockenzeichen des vorn wachthaltendenMatrosen ertnen. Sie bedeuten:Schiff in Fahrtrichtung uns entgegen. Ichhabe mich so aufgestellt, da ich die Spitzedes groen Vordermasts ber mir feierlichschwanken und zwischen den Sternen unaufhaltsamfortrcken sehe. Erst gegenzehn Uhr erreichen wir die enge Hafeneinfahrtvon Brindisi, durch die wir, aneinem Gespensterkastell vorber, im vollenMondlicht langsam gleiten.

Die Bewohner der Stadt scheinen schlafengegangen zu sein. Die Hafenstraensind menschenleer. Treppen und Gchenzwischen Husern, hgelan fhrend, sindebenfalls ausgestorben. Kein Laut, nichteinmal Hundegebell, ertnt. Wir erkennenim Mondlicht und im Scheine einiger wenigenLaternen Sulenreste antiker Bauwerke.Brindisi war der sdliche Endpunkt der viaAppia.

Unglaublich gro wirkt das Schiff indem kleinen,

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