Durch den Nebel_ Roman

Durch den Nebel_ Roman
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Title: Durch den Nebel_ Roman
Release Date: 2019-01-27
Type book: Text
Copyright Status: Public domain in the USA.
Date added: 27 March 2019
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Anmerkungen zur Transkription

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G. Grote’scheVerlagsbuchhandlung in Berlin

Vom gleichen Verfasser ist erschienen:

Hahn Berta

Drittes Tausend  EineErzählung  Drittes Tausend

205 Seiten. Duodez. Kart. 2 M., geb. 3 M.

Das ist ein ganz vortreffliches Buch, eins jener wenigen, die manwiederholt mit Genuß liest, deren ganze Schönheit sich sogar nur demerschließt, der sich mehr als einmal in sie vertieft. Neben dem vonder stillen, verschüchterten Mutter ererbten redlichen Sinn ist inBerta Hahn, der Tochter des Häuslers Hahn, eine wild gärende Kraft, diesich unter allen Umständen auf eigenen Bahnen durchzusetzen trachtet.Von dem Reichtum an innerem Erleben, das in diesem Buche geschildertwird, kann ich nicht einmal eine Andeutung geben. Der Dichter gehtden Seelenregungen der von ihm mit großer Kunst charakterisiertenMenschen liebevoll nach und hat in den Gestalten der Hahn Berta undihres Vaters Vortreffliches geleistet. Von großer Schönheit sinddie Naturschilderungen. Sie sind niemals um ihrer selbst willen da,sondern aufs innigste mit der Handlung verwoben. Die Schilderungendes Waldbrandes und der Wanderung Bertas durch den toten Wald sindbedeutend. Das Buch verdient die Beachtung aller Leser, die von einerErzählung mehr als Unterhaltung verlangen.

Leipziger Neueste Nachrichten vom24. 8. 1907.

Wenn ein Buch Berechtigung hat, von jedermann — hoch oder niedrig— gelesen und beachtet zu werden wegen der Allgemeingültigkeitseines Inhalts, der genialen Befähigung der Menschenprägung undder Folgerichtigkeit ihres Entwicklungsganges, sowie wegen seinereigenartigen, herben, an Hebbel erinnernden klassischen Sprache, so istes dieses Werk. Es müßte ein Besitz aller Volksbibliotheken werden.Gerade nach diesem Buche müßten alle diejenigen greifen, die heute derdeutschen Nation das Beste bieten wollen: das auf Verstand, Gemüt undNachdenken Wirkende, und die in Taten umgesetzte Religion.

Tägliche Rundschau vom 30. 4. 1908.

Grote’sche Sammlung von Werken
zeitgenössischer Schriftsteller

Vierundneunzigster Band

F. Hugin, Durch den Nebel

Durch den Nebel

Roman
von
F. Hugin

Berlin
1908

G. Grote’sche Verlagsbuchhandlung

Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in andereSprachen, vorbehalten. Titel- und Einbandzeichnung von HeinrichVogeler-Worpswede. Druck von Oscar Brandstetter in Leipzig

Durch den Nebel

Inhalt

Einleitung
1
Kapitel I
2
Kapitel II
12
Kapitel III
18
Kapitel IV
25
Kapitel V
30
Kapitel VI
39
Kapitel VII
51
Kapitel VIII
56
Kapitel IX
68
Kapitel X
78
Kapitel XI
86
Kapitel XII
97
Kapitel XIII
104
Kapitel XIV
112
Kapitel XV
123
Kapitel XVI
135
Kapitel XVII
144
Kapitel XVIII
155
Kapitel XIX
164
Kapitel XX
177
Kapitel XXI
187
Kapitel XXII
194
Kapitel XXIII
201
Kapitel XXIV
213
Kapitel XXV
219
Kapitel XXVI
225
Kapitel XXVII
237
Kapitel XXVIII
245
Kapitel XXIX
256
Kapitel XXX
266
Kapitel XXXI
273
Kapitel XXXII
276

Die See ist es. Die See mit ihrem grauen Nebel und ihrem starken Wind.Der Wind langt herüber und knickt alles, was klein und schwach ist, undwirft es fort, daß die Wälder dastehn in großen, geschlossenen Massen,unbeugsam, feierlich. Und die schlichten, ruhevollen Formen der Koppelnumschließen die wogenden Weiten. Dazwischen singt die See ihr Lied,die alte, graue Mutter; und selbst wenn es in kleinen sonnigen Wellenauflacht, es hat immer etwas Geheimnisvolles, daß der Mensch vor ihrsteht, ehrfürchtig, fast feierlich.

So bildet die See auch ihn. Sie läßt ihm nichts Kleinliches, und diebewegliche Lustigkeit gewöhnt sie ihm ab. Die große Ruhe um ihn hermacht ihn still, und er lernt bald, schweigend hineinsehen in das großeNebelwogen und warten auf ein Kommendes, auf das große Geheimnisvolle.Und über dem Stillesitzen und Warten wird er oft grau und alt und hatdarüber die Zeit der Tat verpaßt.

Dann lachen seiner die klirrenden Stürme; denn die See ist unbarmherzigund liebt nur das Große, — auch die große Tat.

[S. 2]

Kapitel I

Er hatte so sonderbare Augen. Die Farbe hatten sie von der See. Und ersah sie auch fast immer an, die wogende, atmende, in ihrer Unruhe ewigruhende See — wenn er im Riedgras lag. Und er lag dort oft. Mit denandern Kindern auf dem Hof hatte er wenig gemeinsam. Er spielte liebermit der See. Er lief mit bloßen stämmigen Beinen hinein, und wenn diegroßen grünen Wellen gelaufen kamen, riß er aus.

Oder er watete von fern hinter den Krabbenfängern her, wenn es silbernvon ihrem Netze traufte und sich die Ufer

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